Jawohl! Geschafft! Der erste Tag unserer Schwedentour ist in Wort gefasst. Alles etwas später als geplant. Aber das ist ja immer noch besser als nie.

Vorweg sei noch mal gesagt: Es lief nichts wie geplant und das war auch gut so ~ Na gut, fast nichts!

Nach 15 Stunden Autofahrt von Kassel nach Arvika, waren wir endlich am Ziel unserer Träume – Schweden! Netter Weise konnten wir unser Auto bei einer deutschen Familie in Jössefors abstellen. Ich hatte Sie über das Forum Schwedenstube kennen gelernt. (Vielen Dank Anne!) Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass wir diesen Parkplatz nicht sehr lange in Anspruch nehmen würden. Dazu aber dann später mehr.

Herzlich von Anne empfangen, haben wir unsere Tour direkt von Jössefors aus gestartet. Anne hatte uns noch den Tipp gegeben von Jössefors mit dem Bus nach Arvika zu fahren. Aber dummer Weise entschieden wir uns dagegen. „Ach die 6km mehr schaffen wir ja auch locker so!“ und auf ging`s!

Nach 6 km Fußmarsch entlang der Landstraße kamen wir in Arvika an und gönnten uns dort die erste kleine Pause. Denn nach 15 Stunden Autofahrt und keinem Schlaf, fällt das Laufen echt schwer. Wir schauten uns etwas den Hafen an und genossen die Sonne am See.

Von Arvika machten wir uns dann Richtung „Wildnis“ auf, um unseren ersten Lagerplatz an zu steuern. Dieser war noch gute 12 Kilometer von Arvika entfernt. Anne hatte uns schon vor gewannt, dass es die Wochen zuvor sehr viel geregnet habe und ziemlich viele Äcker und Wiesen sehr Wasser durchdrängt seien. Und das war leider die Wahrheit. Nachdem wir ca. 4 Stunden zu unserem Zielort marschiert sind (trifft es am besten), mussten wir leider feststellen, dass es dort keine Möglichkeit gab ein Zelt an den See zu stellen. Klar, wir hätten das Zelt mitten in den Wald stellen können, aber das war eigentlich nicht unser Ziel. Also machten wir uns weiter zum nächsten See. Auch noch mal Rund 3 Kilometer. Aber wie sollte es auch anderes sein?! Natürlich… auch da nur Matsch und voll gesaugtes Moos. Nun denn. Versuch Nummer drei! Und endlich, nach langer Suche begegneten wir einem Angler. Dieser gab uns den Tipp: “Versucht es doch bei Harrys Grill!” Verwundert schauten wir uns an und fragten uns beide nur: “Geil, Bratwurst im Wald! … hhhääähhh?” (hessisches Fragewort). Nach ca. 500 Metern erreichten wir den Grill. Zu unserer Freude gab es dort zum Glück keinen Bratwurststand. Der Platz war echt ideal. Ein großer Fels der bis zum See reichte, dahinter ausreichend Platz um ein Zweimannzelt auf zu bauen und es gab sogar schon eine Feuerstelle. Die wir diesen Abend nur leider nicht mehr genutzt haben, da uns der Regen und unsere Müdigkeit einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Tag 1 - Christoph am Feuer machen

Zelt Tag 1

Die Nacht selbst haben wir sehr gut durch geschlafen. Aber dies ist nach 36 Stunden ohne Schlaf auch nicht verwunderlich. Scheinbar hatte es auch die halbe Nacht weiter geregnet, davon haben wir allerdings nichts mit bekommen. Lediglich die nassen Zeltwände am Morgen haben es uns verraten.

Blick vom Stein - Richtung See

So viel erstmal zum ersten Tag unserer Tour. Viel mehr gibt es von diesem Tag nicht zu berichten. Für alle die auch Harrys Grill in Schweden besuchen wollen, haben wir die GPS Koordinaten herausgeschrieben:

 

GPS-Koordinaten

59°41’39.42″N – 12°41’23.63″E

 

Viel Spaß beim grillen ;-)