Natürlich wollten wir nicht einfach so unser Auto abholen und bei Anne verschwinden. Also klingelten wir, in der Hoffnung, dass sie auch daheim ist. Anne machte uns die Tür auf und wir berichteten ihr kurz unsere Lage. Wir tranken zusammen noch einen Kaffee und verabschiedeten uns bei ihr. (Vielen Dank noch mal an dich und deine Familie)

Wieder im Auto sitzend, beschlossen wir auf der Karte zu schauen, welchen Punkt wir denn anfahren sollten und in welche Richtung es gehen sollte (jetzt waren wir ja flexibel, was die Wegstrecke anging) . Zu nächst überlegt wir in Richtung Lagerplatz zwei auf der Karte zu fahren, den wir ursprünglich eingeplant hatten. Aber schnell verworfen wir diese Idee wieder, da die Zufahrt durch sehr viel Schranken, sehr wahrscheinlich, versperrt war. Nach einer kurzen Lagebesprechung entschlossen wir uns dazu von Jössefors in Richtung Uddheden zu fahren, in der Hoffnung auf dem Weg dorthin auf einen geeigneten Zeltplatz zustoßen. Zunächst ging es von Jössefors wieder Richtung Arvika und von dort aus über die Landstraße 61 nach Kalleviken. In Kalleviken bogen wir links ab, Richtung Kronan. Irgendwann endete die asphaltierte Straße und ging in eine Schotterstraße über. Wir überlegten noch kurz ob wir denn hier richtig seien, denn bis Dato kamen wir noch nicht in den Genuss der schwedischen Schotterstraßen. Aber gut dachten wir… so ist das wohl in Schweden ~ also weiter. Zum Glück, nach ein paar Kilometern kamen wir an eine Waldlichtung und konnten von dort aus auf einen kleinen See Namens Humsjön blicken. Da wir beide schon sehr kaputt waren und es mittlerweile schon recht spät war, beschlossen wir den Weg runter zum See zu folgen. Diese Entscheidung war zum Glück gold richtig, direkt unten am See gab es einen kleinen Wendehammer an dem wir das Auto stehen lassen konnten und am Seerand war eine kleine Wiese auf der wir problemlos unser Zelt errichten konnten. Am Rand des Wendehammers begrüßt uns erstmal ein alter Volvo (?) Er stand wohl schon eine Weile dort und auch sein Zustand bestätigte unsere Überlegung ;) (Der alte Volvo(?) war zu unserem Erstaunen der einzige “Müll” den wir auf der ganzen Tour zu sehen bekommen sollten)

Tag 2 - Der alte Volvo
Sogar das Wetter spielt mit und wir konnten diesmal in Ruhe unser Zelt aufbauen und den Abend genießen. Nachdem wir eine Weile die Umgebung erkundeten, um etwas Feuerholz zusammeln, entschlossen wir erstmal etwas zu essen, denn irgendwie kam dies den ganzen Tag viel zu kurz. Nachdem Essen entzündeten wir ein kleines Lagerfeuer, denn zum Glück hatten uns, vermutlich die Waldarbeiter, eine kleine Feuerstelle hinterlassen. Aber da es die Tage zuvor sehr regnerisch war, glimmte das Feuer nur so vor sich hin. Wir versuchten noch eine Weile das Feuer richtig zum brennen zu bringen, aber es blieb bei dem Versuch. Lange waren wir den Abend nicht mehr auf und wir verschwanden relativ früh in unseren Schlafsäcken.

Tag 2 - Unser Zelt

 

 

GPS-Koordinaten

59°49’17.17″N – 12°52’52.73″E