Guten Morgen, die Sonne scheint ein wenig durch die kleinen Zeltfenster. Einblick auf die Uhr verrät ~ 9 Uhr! Wow, wir haben die komplette Nacht durch geschlafen (zu mindest ich bin nicht einmal wach geworden). Ein Blick auf die Zeltwände von außen verrät, dass es die ganze Nacht geregnet hat. Aber wir sind zum Glück trocken geblieben. Selbst die Sachen die wir in den beiden kleinen Vorzelt verstaut hatten.

Der Perfekte Tag startet ja bekanntlich mit einem guten Frühstück. Also haben wir uns erstmal ein Stück von unserer Stracke abgeschnitten und ein paar scheiben Brot dazu gegessen. Christoph hat uns leckeren Kaffee gemacht… Fertigkaffee. Für das nächste mal, haben wir gleich nach der ersten Tasse beschlossen, gibt es richtigen Kaffee. Die Brühe kann man ja nicht trinken und wach wird man davon auch nicht wirklich.

Nachdem wir so einigermaßen fit waren, haben wir uns ran gemacht unsere Tour um zu planen. Da uns klar war, dass wir die geplante Strecke so nicht laufen können. Mein Fehler! Ich war nämlich der festen Überzeugung, dass zwischen zwei Wegen, auch wenn auf der Karte kein Weg eingezeichnet ist, ja irgendein Trampelpfad vorhanden sein muss. Falsch! Dort wo kein Weg eingezeichnet ist, gibt es auch keinen! Also beschlossen wir Richtung Racken auf zu brechen. Ein größerer See ca. 5 km nördlich von Arvika. Wir dachten dort am ehesten einen neuen Zeltplatz zu finden. Zudem war er von unserer Position aus, nur ca. 4 km entfernt und da wir am ersten Tag schon ordentlich Strecke gemacht haben, wollten wir es den zweiten Tag etwas ruhiger angehen. Auf der Karte waren zahlreiche Pfad zum Racken eingezeichnet. Leider so viele, das wir im dichten Wald erstmal ein paar Ehrenrunden gedreht haben, bis wir dann endlich auf die nächst größer Straße gekommen sind. Am Racken angekommen mussten wir leider wieder feststellen, dass es dort keine gescheit Möglichkeit gab direkt am See ein Zelt auf zu schlagen. Die einzigen Orte an den es möglich gewesen wäre, waren bebaut. Klar wir hätten einfach wen fragen können, ob wir unsere Zelt aufstellen dürfen, aber wir wollten ja eigentlich wild zelten. Also beschlossen wir weiter am Racken entlang zu laufen um evtl. doch noch ein schönes Plätzchen zu finden. Aber leider war nach 15 km unsere Suche immer noch erfolglos. So viel schon mal zu dem Thema, ein ruhiger Tag. Als wir auf der anderen Seite des Sees angekommen waren, beschlossen wir uns in den Bus zu setzen und zurück nach Arvika zu fahren. Denn der nächste potenzielle See war wieder rund 8 km entfernt. Das war für heute einfach zu viel. Vor allem mit 25 kg auf dem Rücken. Und laut Karte wäre dieser ähnlich bebaut gewesen.

Wir hatten Glück, die Schule war scheinbar gerade vorbei und es waren einige Busse unterwegs. Die Busfahrerin war so freundlich, das sie uns genau am richtigen Bus nach Jössefors absetzte und wir nach 20 Minuten warten direkt mit diesem zu unserem Auto fahren konnten. Wir mussten noch nicht mal für die zweit Fahrt nach Jössefors bezahlen. (So was würde man in Deutschland glaube ich nie erleben)

Am Auto zurück beschlossen wir mit dem Auto weiter zu fahren. Richtung Norden. So war die Chance größer, heute doch noch unseren Traumzeltplatz zu finden. Mehr zu unserem zweiten Tag gibt es im nächsten Bericht :)